Biografie

Die nachfolgende Biografie von Klara Mautner stammt aus meiner im April 1992 veröffentlichten Diplomarbeit (Kapitel 3, Seiten 25-73). Der Text wurde beibehalten, Korrekturen und Ergänzungen wurden/werden mit datieren Anmerkungen vorgenommen.

Bitte zitieren Sie alle Auszüge aus dieser Biografie folgendermaßen:

Haunold, Ingrid: Die österreichische Journalistin Klara Mautner (1879-1959). Ein Beitrag zu ihrer Biographie sowie eine Themenanalyse ihrer journalistischen Leistungen in der Wiener “Arbeiter-Zeitung” (1915-1933 und 1947-1959). Diplomarbeit, Wien 1992. Aktualisierte Fassung der Biografie (Seiten 25-73) vom 23. 12. 2012, veröffentlicht auf http://www.viaductdreams.com/projects/klara-mautner/biografie/

3. Der Lebenslauf Klara Mautners: Versuch einer Rekonstruktion

3.1. Kindheit und Jugend

Klara Mautner wird am 20. März 1879 in der Wiener Leopoldstadt, Hofenedergasse 6, in der Wohnung ihrer jüdischen Eltern geboren [1]. Ihre Mutter, Antonie Therese, geborene Bruck[2], brachte vor ihr schon zwei Kinder zur Welt: Leo und Ilse, Klara ist ihr letztes Kind.[3]

Klaras Mutter wurde am 26. Mai 1855 in Prerau/Mähren geboren, Klaras Vater, Julius Jakob Mautner, kam am 1. März 1847 in Kalladey/Böhmen zur Welt.[4]

Über seine Familie und Jugendzeit ist nichts bekannt, auch das Datum seiner Ankunft in Wien kann nicht bestimmt werden. Der Allgemeine Wohnungsanzeiger Wien vermerkt ihn das erstemal 1871: Jakob Mautner, Communal-Lehrer, 2. Bezirk, Franzensbrückenstraße 26.[5]

Julius Jakob Mautner dürfte seinen ersten Vornamen nie verwendet haben, da er in allen offiziellen Dokumenten nur als Jakob Mautner aufscheint. Es wird deshalb auch in dieser Diplomarbeit nur der Name Jakob angeführt.

Zu welchem Zeitpunkt Jakob und Antonie Mautner sich das erste Mal trafen, kann nicht bestimmt werden. Bekannt sind nur der Ort und das Datum ihrer Hochzeit: Sie wurden am 30. Mai 1875 in der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien getraut.[6]

Ihr erstes Kind, Leo Viktor, kommt neun Monate später, am 23. Februar 1876, in Wien zur Welt.[7] Genaueres ist darüber nicht bekannt. Für das Jahr 1876 fehlt eine Eintragung Jakob Mautners im Allgemeinen Wohnungsanzeiger.[8] Die Familie dürfte sich 1876 aber trotzdem in Wien aufgehalten haben, da Jakob Mautner am 28. August 1876 zum “definitiven Volksschullehrer” befördert wird.[9] Diese Beförderung hatte das Amtsheimatrecht zur Folge. Als Beamter im öffentlichen Dienst konnte er jetzt auch jederzeit um das Heimatrecht ansuchen.[10]

Jakob Mautner dürfte nicht sofort eine feste Stelle als Volksschullehrer bekommen haben, da der Allgemeine Wohnungsanzeiger der Residenzstadt Wien ihn im darauffolgenden Jahr 1877, als Privat-Lehrer angibt. Er ist unter folgender Adresse gemeldet: 2. Bezirk, Kaiser Josephstraße 2.[11]

Dort kommt am 23. August 1877 seine erste Tochter Ilse zur Welt.[12]

Klara Anna, das dritte und letzte Kind, wird dann – wie schon erwähnt – am 20. März 1879 in wieder einer anderen Wohnung – im 2. Bezirk, Hofenedergasse 6 – geboren.[13]

Über diese frühen Jahre ist, bis auf den häufigen Wohnungswechsel, nur wenig bekannt. Dieser dürfte in der allgemein schlechten Wohnungssituation in Wien begründet gelegen sein.

Im Jahr 1880 gab es 72.588 Juden in Wien – das waren rund 10 Prozent der damaligen Bevölkerung. Fast 20.000 der Wiener Juden lebten im 2. Bezirk, der Leopoldstadt.[14]

Die jüdischen Einwohner Wiens lebten nicht freiwillig auf so engem Raum. Schuld daran war vielmehr der jahrhundertelang präsente Antisemitismus in Wien. Er führte schon 1624 unter Kaiser Ferdinand II. zur Errichtung eines Ghettos in der späteren Leopoldstadt. Von dort wurden die Juden Wiens in der folge aber wieder vertreiben. Das „Toleranzpatent“ Kaiser Josephs II. von 1782 brachte den Beginn der rechtlichen Gleichstellung der österreichischen Juden. Aber erst ein Jahrhundert später, 1867, wurde ihnen die volle Glaubens- und Gewissensfreiheit gewährt.[15] Sie brachte einen sprunghaften Anstieg der jüdischen Bevölkerung in Wien und vergrößerte ihre Wohnungsnot um ein vielfaches.[16]

Auch als den Wiener Juden die freie Wohnsitzwahl erlaubt wurde, siedelten sie sich in nur wenigen Bezirken an. Die Leopoldstadt blieb ihr Zentrum.[17]

In der Hofenedergasse bleibt die Familie nur drei Jahre, 1881 erfolgt ein weiterer Umzug in die Novaragasse 39, im darauffolgenden Jahr übersiedeln sie in die Waschhausgasse 1. 1884 ziehen sie erneut um, in die Aloisgasse 6. Alle Wohnungen liegen im 2. Wiener Gemeindebezirk.[18]

Zu dieser Zeit brach der Antisemitismus in Wien nach einigen „ruhigeren“ Jahren wieder verstärkt aus. Die vorangegangene Epoche des Liberalismus hatte auch für die Juden Erleichterung und Integration in das Wiener Leben gebracht. In den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts verschlechterte sich ihre Situation jedoch wieder.

Die bekanntesten Antisemiten waren Georg Ritter von Schönerer, der 1885 die Entfernung der Juden aus dem öffentlichen Leben als Ziel in das Programm der deutsch-nationalen Partei setzte, und der christlich-soziale Karl Lueger, der wenig später sogar Bürgermeister von Wien wurde.[19] Die antisemitische Stimmung spiegelte sich auch im öffentlichen Leben wider, Karl Lueger wußte sie auszunützen.

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein langes Zitat aus dem Buch „Die Juden Wiens. Geschichte-Wirtschaft-Kultur“ von Hans Tietze, Wien 1987, S.252f., das ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe. Die Passage beschreibt den öffentlichen Antisemitismus in Wien.)

Wie Klara Mautner ihre Kindheit und Jugend in dieser Atmosphäre in Wien erlebte, ist nicht bekannt. es ist jedoch anzunehmen, daß sie von der feindlichen Stimmung gegen die Juden nicht sehr viel gespürt hat. Ihre unmittelbare Umgebung war jüdisch, ihre Lebensbereich die Leopoldstadt.

Später schreibt Klara Mautner mehrmals über ihre Kindheit, die Artikel geben dabei nicht nur Einblick in ihr persönliches Leben, sondern in eine andere Welt: das ausgehende 19. Jahrhundert.

In einem dieser Artikel, den sie zu Ehren des Wiener Praters verfaßt (und in dem sie dabei mit diesem Zwiesprache hält), erinnert sie sich an den starken Verkehr in Wien.[20]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Eine andere Erinnerung gilt den Sonntagen ihrer Kindheit.[21]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Klara Mautner schreibt über die Familienausflüge im Sommer, die Kaffeehausbesuche im Winter, und sie erinnert sich wehmütig an diese Tage, die in ihrer Erinnerung harmonisch und schön waren.[22]

Sie erzählt von einer Kindheit ohne Telephon, als statt diesem noch Korrespondenzkarten in Gebrauch waren, vom jährlichen Familienausflug auf den Kahlenberg und vom Alltagsleben ihrer Kindheit.[23]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Auch über die Freuden ihrer Kindheit schreibt Klara Mautner mehrmals.[24]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Eine große Rolle in der Phantasie der Kinder im vorigen Jahrhundert spielten auch Pferde, über die Klara Mautner liebevoll schreibt.[25]

Über ihre Schulzeit schreibt Klara Mautner nichts, es ist darüber auch nicht viel bekannt. Nach der Grundschule besucht sie eine Bürgerschule irgendwo im 2. Bezirk.[26]

Erst ihre weitere Ausbildung ist gut dokumentiert: Sie absolviert das Konservatorium für Musik und darstellende Kunst in Wien. Acht Jahre lang, von 1893 bis 1900 studiert sie Klavier, in den Nebenfächern Chorgesang, Harmonielehre und Geschichte der Musik. Fast immer sind ihre Noten „ausgezeichnet“, vier Jahre lang wird ihr deshalb ein Stipendium gewährt, sie studiert auf einem Freiplatz. Während der letzten beiden Schuljahre besucht sie den Lehrerbildungskurs des Konservatoriums und schließt mit 21 Jahren im Juni 1900 ihre Reifeprüfung „mit Auszeichnung“ ab.[27] Während der folgenden Jahre arbeitet sie als Klavierlehrerin.[28]

Im gleichen Jahr, in dem Klara ihren Abschluß am Konservatorium macht, wird ihr Vater Direktor einer Bürgerschule.[29]

Dem geht eine für die ganze Familie turbulente Zeit voraus: Im Juli 1885 wird Jakob Mautner zum Bürgerschullehrer befördert.[30] Schon wenige Jahre später, 1888, wird er jedoch im Allgemeinen Wohnungsanzeiger als pensionierter Bürgerschullehrer geführt.[31]

Der Grund für diese Pensionierung ist nicht ersichtlich. Etwa zu der Zeit muß Jakob Mautner jedoch diverse Religionsbücher für die israelitische Jugend an Volks- und Bürgerschulen verfasst haben, die in der Folge in vielfachen Auflagen erscheinen.[32] Die Arbeit an diesen Büchern war aber sicher nicht der alleinige Grund für Jakob Mautners mehrjährige Pensionierung, die Bücher sind nicht besonders umfangreich.[33]

Auch in dieser Zeit zieht die Familie ständig um[34], sie bleibt aber im zweiten Bezirk[35]: Von 1888-1891 wohnen sie in der Novaragasse 44, die folgenden beiden Jahre verbringen sie wieder in der Aloisgasse – diesmal Nr.5. Ab 1894 wohnen sie in der Josefinengasse 3.

1895 wird Jakob Mautner schließlich zum Direktor ernannt.[36] Die Eintragung im Allgemeinen Wohnungsanzeiger läßt außerdem eine zusätzliche Aufgabe erkennen: Er wird Waiseninspizient.[37]

1896 zieht die Familie erneut um, in die Leopoldgasse 3.[38] Dort (auf Nr. 3A) befindet sich auch die Bürgerschule, der Jakob Mautner ab 1900 fünf Jahre lang als Direktor vorsteht. Es ist eine Schule mit drei Klassen für Mädchen.[39]

Viele Jahre später erinnert sich Klara Mautner in einem Artikel an ihre Jugendjahre.[40]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Eine andere Begebenheit aus dem Familienkreis, die allerdings zeitlich nicht genau einzuordnen ist, schildert Klara Mautner im Zusammenhang mit dem „Familienfrack“. Dieses wertvolle Stück wurde reihum getragen und kam vor allem bei Promotionen im weiteren Familienkreis zu Ehren. Einen ganz besonderen Anlaß beschreibt sie folgendermaßen:[41]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

In Klara Mautners Jugend scheint sich  auch ihre spätere Passion, das Reisen, entwickelt zu haben. Diese Liebe zu fremden Ländern wurde ganz offensichtlich von der ganzen Familie geteilt.[42]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Für weite Reisen hat das Geld in ihrer Jugend nicht gereicht, die Familie fuhr aber regelmäßig im Sommer auf einen kleinen Bauernhof in Österreich auf Sommerfrische.[43]

Auch als Klara Mautner ihre Ausbildung vollendet und als Klavierlehrerin zu arbeiten beginnt, bleibt sie bei ihren Eltern wohnen. Die Familie setzt ihre Wanderleben fort.

Im Jahr 1900 siedelt die Familie in die Haidgasse 10, 1902 erfolgt ein weiterer Umzug in die Kaiser Josephstraße 30. 1905 wohnt die Familie in der Castellezgasse 2.[44]

Im gleichen Jahr wird Jakob Mautner auch Vorstand einer anderen Schule. Er wird Direktor der Bürgerschule in der Oberen Augarten-Straße im Zweiten Bezirk. Dieser Schule für Mädchen steht er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1917 vor, während der letzten drei Jahre, von 1915 bis 1917 ist er beurlaubt.[45]

1906 wohnt die Familie in der Castellezgasse 3, im darauf folgenden Jahr ziehen sie noch einmal um, in die obere Donaustraße 29.[46] Dieses Ereignis dürfte Klara Mautner jedoch nicht besonders berührt haben, stand für sie doch viel aufregenderes im Kalender: ihre Hochzeit mit Jakob Mannheim.

 3.2. Heirat

Jakob Mannheim wurde am 12. Dezember 1873 in Przemysl/Galizien als Sohn jüdischer Eltern geboren.[47]

Über seine Familie oder das Datum seiner Ankunft in Wien ist nichts bekannt. Auch über die Universität, an der er Medizin studierte und schließlich zum Dr.med. promovierte, konnte nichts in Erfahrung gebracht werden.

Das erstemal scheint er 1907 im Allgemeinen Wohnungsanzeiger auf. Die Adresse: 9. Bezirk, Montleartstraße 1.[48]

Die Hochzeit mit Klara Mautner findet im selben Jahr statt, und zwar am 20. Oktober 1907 in der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien.[49] Ein einziges Mal nimmt Klara Mautner in einem Artikel darauf Bezug. Das Thema: Zwiebelporzellan.[50]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Gleich nach ihrer Hochzeit[51] ziehen die Mannheims nach Triest, das damals noch zur österreichisch-ungarischen Monarchie gehörte.[52] An diese  Zeit erinnert sie sich später in vielen Artikeln, in allen kommt ihre große Liebe zu Italien zum Ausdruck.[53]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Besonders angetan war Klara Mautner von der italienischen Sprache[54], die sie – wahrscheinlich perfekt – beherrschte. In viele ihrer Artikel läßt sie italienische Worte einfließen, immer wieder gibt sie Gesprächsfetzen auf Italienisch wieder und liefert die Übersetzung gleich dazu.[55]

In diesen Jahren schreibt sie ihren wahrscheinlich ersten Artikel.[56] Es ist die Beschreibung eines Romans von Franz Nabl (Hans Jäckels erstes Liebesjahr“) für die „Neue Freie Presse“.[57]

(Anmerkung 23. 12. 2012: Siehe Fußnote Nr. 56 – diese Annahme hat sich als richtig erwiesen, inzwischen ist bekannt, dass es noch frühere Artikel von Klara Mautner gibt; Dezember 2012)

Etwa zu der Zeit dürfte sie auch die monatlich erschienene Kolumne „Im traulichen Frauenkreise“ verfasst haben, die sie einige Jahre später, 1917, in einem Artikel erwähnt.[58] Leider sind daraus aber weder die Zeitung noch der Zeitraum der Kolumne ersichtlich.

Jakob Mannheim dürfte in den Jahren nach der Hochzeit in einem Sanatorium für Kinder gearbeitet haben, das auf einer kleinen Insel vor der Stadt lag. Klara Mautner schreibt in einem späteren Artikel, daß man den „Herrn Doktor“ natürlich noch kannte.[59]

Die Idylle in Triest hatte jedoch schon wenige Jahre später ein Ende: Der Erste Weltkrieg brach aus.

3.3. Während des Ersten Weltkrieges

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit beginnt dieses Kapitel mit einem Auszug aus einem Artikel über den Krieg, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)[60]

An den letzten Friedenstag erinnert sie sich später noch genau.[61]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Der Krieg vertreibt die Mannheims aus Italien, sie kehren nach Wien zurück. Jakob Mannheim wir schon bald als Militärarzt eingezogen, Klara bleibt allein in Wien in ihrer neuen Wohnung im 19. Bezirk in der Silbergasse 20.[62]

Von den Kriegsjahren sind vor allem Klara Mautners Reisen bekannt, die sie immer wieder unternimmt, um ihren Mann zu sehen. Weihnachten 1914 verbringt sie in Nordmähren[63], zu Ostern 1915 fährt sie wieder hin.[64]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Mitten während des Krieges stirbt Klaras Mutter Antonie Therese mit 60 Jahren am 24. Juni 1915 an Gebärmutterkrebs.[65]

Nach Klaras Hochzeit übersiedelten ihre Eltern noch dreimal, die Mutter stirbt in ihrem letzten Heim, in der Obkirchergasse 41, im 19. Bezirk.[66] Sie wird am Wiener Zentralfriedhof begraben.[67]

Nach ihrem Tod nimmt Klara ihren Vater zu sich in die Wohnung, wo er bis zu seinem Tom im Jahr 1920 bleibt.[68]

Das Frühjahr 1918 verbringt Klara Mautner in Wien.[69] Sie holt den Besuch bei ihrem Mann jedoch im Sommer nach und bleibt bis zum Herbst.[70]

Ende Oktober ist sie wieder in Wien, wo sie als Klavierlehrerin arbeitet, und über die mühevolle Suche nach Schülerinnen und über die herablassende Behandlung in den bürgerlichen Häusern einen Artikel schreibt.[71]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Zu Weihnachten 1916 besucht Klara Mautner noch einmal ihren Mann in Russisch-Polen[72], zu Ostern 1917 fährt sie ihm nach Krakau nach. Sie ist zwar von der Stadt begeistert, aber auch diesmal ist es ihr dort viel zu kalt.[73]

3.4. Zwischen zwei Kriegen

Sofort nach Kriegsende fahren Klara und ihr Mann wieder nach Triest zurück – jedoch nur, um die „dort zurückgelassenen Habseligkeiten zu holen“[74]. Sie kehren nach Wien zurück, wo Jakob Mannheim beginnt, als Arzt zu arbeiten.[75]

Schon wenige Jahre später stirbt Klara Mautners Vater mit 65 Jahren in der Wohnung seiner Tochter am 26. August 1920 (an einer Gehirnblutung und an Arterienverkalkung).[76] Er wird – seinem Wunsch entsprechend kremiert[77] – im Grab seiner Frau am Wiener Zentralfriedhof beigesetzt.[78]

Jakob Mautner hinterläßt ein umfangreiches handgeschriebenes Testament, das Einblick in das gute Einverständnis und den Zusammenhalt der Familie liefert. Es zeugt von einem glücklichen Familienleben:

„Ich hatte ein arbeitsreiches, von Sorgen und Leiden viel durchsetztes Leben hinter mir, wenn es auch nicht an Lichtstrahlen, an hellen Zeiten gefehlt hat. Aber seit meiner Frau Ableben ist der Frohsinn von mir gewichen und ich sehe dem Ende mit Ruhe entgegen.“[79]

In dem Testament regelt Jakob Mautner auch seine Hinterlassenschaft und weist seinen Kindern persönliche Erinnerungsstücke zu:

„Den Pelz soll Mannheim annehmen, Leo das große Bildergeschichtswerk – den großen Atlas vermache ich der Clar’, das große Mamabild der Ils’. Die vorhandenen Silbersachen, Aufsätze etc. sind billig unter den 3 Geschwistern aufzuteilen. (Die Mamauhr d. Clar, Amathystbroche Ils, etwaige Hemdperlen Leo).[80]

Aus dem Testament erfährt man weiters vieles über die Familie. Jakob Mautner wird von mindestens einem Bruder überlebt[81], er erwähnt auch eine Schwester, Elise, und einen zweiten Bruder, Josef.[82] Es ist jedoch nicht ersichtlich, ob sie zum Zeitpunkt des Todes Jakob Mautners noch leben.

Man erfährt auch, daß Jakob Mautner nicht nur Schulbücher verfasste, sondern auch ein Gebetbuch und Festgebete veröffentlichte.[83]

Nach dem Tod seiner Frau stiftete Jakob Mautner einem Waisenverein eine Widmung im Namen seiner Frau.[84] Über diesen Waisenverein konnte jedoch nichts näheres in Erfahrung gebracht werden.

Darüberhinaus erwähnt er drei Enkel.[85] Auch ihnen hinterläßt er Erinnerungsstücke. Karl, der Sohn Leos, erhält eine goldene Uhr, seinen Enkelkindern Viktor und Gerade vermacht er eine goldene Uhrkette beziehungsweise eine goldene Doublé Frauenkette als Andenken.[86]

Viktor und Gerda sind die Kinder von Ilse, die – das Datum ist nicht bekannt – den Wiener Bilder- und Kunsthändler Arnold Blumenreich geheiratet hatte und mit ihm 1920 nach Berlin verzogen war.[87] Die Familie lebte danach nie mehr in Wien.[88]

Jakob Mautners Vermögen in Form von Aktien (damals: Lose), Sparbüchern und Hausrat (Möbel, Geschirr, Kleider, etc) im Wert von rund 28.000 Kronen erben seine drei Kinder Leo, Ilse und Klara.[89] Zum Vergleich: allein die Kosten für den Grabstein, die Trinkgelder und das Honorar für den Rabbiner, Kantor und sonstiges Personal betragen 4.000 Kronen.[90]

Über die folgenden Jahre im Leben Klara Mautners ist nicht viel bekannt, von 1922 bis 1927 schreibt sie nur zwei Artikel.

(Anmerkung 23. 12. 2012: Seit der Veröffentlichung meiner Diplomarbeit im Jahr 1992 wurden weitere Artikel von Klara Mautner gefunden.)

Für längere Zeit beschäftigt sie jedoch ein anderes Projekt: die Übersetzung und Herausgabe norwegischer Märchen. Das Buch „Märchen von Fjord und Fjell“[91] erscheint 1922 im Wiener Sesamverlag.

Ihre Sprachkenntnisse waren äußerst umfangreich. Sie beherrschte Italienisch[92], Spanisch[93], Norwegisch, Dänisch[94], Französisch[95], etwas Polnisch[96] und wahrscheinlich auch sehr gut Englisch, da sie zehn Jahre im Exil in England lebte. Nicht nur die Sprachen fremder Länder begeisterten sie, Klara Mautners große Liebe war das Reisen.

Eine dieser Reisen sollte gemeinsam mit ihrem Mann nach Afrika und Asien gehen. Am 15. Juli 1926 beantragten sie dafür einen Paß, der Grund ist mit „Vergnügungsreise“ angegeben.[97]

Ob sie Afrika und Asien jemals erreichten, ist nicht dokumentiert, zumindest in Spanien sind sie jedoch angekommen. Klara Mautner schreibt später darüber mehrere Reiseberichte, einen davon über Granada[98], einen anderen über Kastilien[99]. Über ihre Reiselust bemerkt sie einmal folgendes: [100]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

In einem Reisebericht über Toledo in Kastilien kommt noch etwas anderes zum Ausdruck: die Journalistin, die ohne die tägliche Lektüre einer Tageszeitung nicht auskommt:[101]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

1928 beginnt Klara Mautner wieder mehr für die „Arbeiter-Zeitung“ zu schreiben. In den nächsten Jahren verfasst sie auch Artikel für das Boulevardblatt „Der Abend“ (Wien)[102], das ideologisch zwischen den Sozialdemokraten und den Kommunisten angesiedelt war[103], und für die sozialdemokratische Zeitung „Arbeiterwille“ (Graz)[104].

Auch zwei Vorträge hält sie in dieser Zeit, beide über ihre Reisen. Am 9. März 1930 berichtet sie in der Wiener Urania, einem Volksbildungshaus, über Spanien.[105] Es ist die Wiederholung[106] eines – offensichtlich sehr erfolgreichen – Vortrages.[107]

Es bleiben ihr jedoch nur mehr wenige Jahre, um ihrem Beruf nachzugehen, im Dezember 1933 veröffentlicht sie ihren letzten Artikel für die „Arbeiter-Zeitung“.[108] Wenige Wochen später wird die Zeitung verboten.

3.5. Unter dem austrofaschistischen Regime

Am 4. März 1933 legen die drei Präsidenten des Nationalrats einer nach dem anderen ihr Amt zurück. Der christlich-soziale Bundeskanzler Dollfuß nützt diese „Selbstausschaltung“ des Parlaments zur Einführung einer autoritären Regierungsform. In der Folge kommt es im Februar 1934 zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen sozialdemokratischen Schutzbündlern und der Heimwehr. Die Kämpfe geben dem Bundeskanzler eine „Rechtfertigung“ für die Ausschaltung der sozialdemokratischen Partei, was einige Jahre später die Machtübernahme der Nationalsozialisten erleichtert.[109]

Wie Klara Mautner und ihr Mann den Ständestaat in Österreich erlebten, ist nicht bekannt. Es nahmen jedoch in dieser Zeit die antisemitischen Ausschreitungen in Wien wieder zu und die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung verschlechterte sich. In der Zeit von 1932 bis 1936 wuchsen die Fürsorgeempfänger der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien von 44.000 auf 60.000 an. Zusätzlich waren noch viele Flüchtlinge, die nach 1933 Deutschland verlassen hatten, zu versorgen.[110]

Klara Mautner schreibt in diesen Jahren für die „Neue Freie Presse“[111], das exponierteste Blatt der bürgerlichen Großpresse[112] und für die Zeitung „Neues Wiener Tagblatt“[113]. Aus den Jahren 1934-1937 sind zur Zeit jedoch nur insgesamt sechs Artikel bekannt, in welchem Ausmaß Klara Mautner für diese beiden Tageszeitungen geschrieben hat, muß erst noch untersucht werden.

(Anmerkung 23. 12. 2012: Seit der Veröffentlichung meiner Diplomarbeit im Jahr 1992 wurden weitere Artikel von Klara Mautner gefunden.)

3.6. Unter nationalsozialistischer Herrschaft

In der Nacht zum 12. März 1938 marschierten deutsche Truppen in Österreich ein. Mit der Machtübernahme der national-sozialistischen Partei verschlechtert sich die Lage der Juden rapide.[114]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Buch Judenfeindschaft und Judenverfolgung in Österreich seit dem Ersten Weltkrieg von Karl Stuhlpfarrer, das ich im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Laufend ergehen Verordnungen, die für die Trennung der jüdischen von der „arischen“ Bevölkerung sorgen. Den Juden wird die Ausübung bestimmter Berufe verboten, sie erhalten Verbot, gleichzeitig mit „Ariern“ Kinos, Theater und Restaurants zu besuchen, sie dürfen bestimmte Bezirke nicht mehr betreten. Ausgehverbote, Meldepflicht und ganz allgemein der Verlust ihrer Rechte bilden erst den Anfang der Judenverfolgung im Österreich der damaligen Zeit.[115]

Am 26. April 1938 wird die Verordnung erlassen, daß alle Juden mit einem Vermögen von über 5.000 RM dieses bei der staatlichen „Vermögensverkehrsstelle“ zu deklarieren haben.[116]

Jakob Mannheim muß sein gesamtes Vermögen anführen: etwas gespartes Geld, Schuldverschreibungen, „Betriebsvermögen“, das heißt, den Wert seiner ärztlichen Untersuchungsgegenstände und seinen Schmuck, Manschettenknöpfe im Wert von dreissig Reichsmark. Insgesamt besitzt er rund 29.000 RM.[117]

Seine Frau Klara muß keine Erklärung abgeben, Jakob Mannheim listet ihr „Vermögen“ auf: ein Postsparkassenbuch mit rund 1.400 RM, etwas Tafelsilber, kleiner Schmuck und vier kleine Teppiche.[118]

Dieses Verzeichnis bietet auch die letzte Information über Klaras Schwester Ilse und ihren Mann Arnold Blumenreich. Jakob Mannheim gibt an, daß ihm sein Schwager, wohnhaft in Berlin West, Kluckstraße 13, 786 Reichsmark schuldet.[119] Diese Notiz ist das letzte Lebenszeichen der Familie Blumenreich, man weißt nicht, ob sie die nationalsozialistische Herrschaft in Deutschland überlebte.[120]

Ab August 1938 muß die jüdische Bevölkerung in Österreich Kennkarten tragen und sich bei Behörden unaufgefordert deklarieren, ab dem 1. April müssen die Männer zwangsweise den Vornamen „Israel“ tragen, die Frauen den Namen „Sara“.[121]

Klara und Jakob Mannheim leben zu der Zeit noch in Wien. Aus den Unterlagen der Israelitischen Kultusgemeinde ist ersichtlich, daß Klara einen Judenstern tragen und den Namen Sara führen mußte.[122]

Auch Klaras Bruder Leo ist zu der Zeit noch in Wien, er emigriert 1939 nach Kolumbien[123], wo sein Sohn Karl mit seiner Familie lebt.[124]

(Anmerkung 23. 12. 2012: Nachdem meine Diplomarbeit schon veröffentlicht war, konnte ich Nachfahren von Leo Mautner in Kolumbien aufspüren.)

Klara Mautner und ihr Mann Jakob emigrierten ebenfalls erst 1939. Ab dem 27. Mai 1939 wohnen sie in einer Pension[125]. – Die Wohnung der Mannheims wurde offensichtlich „arisiert“. Am 8. Juni 1939 melden sie sich an dieser letzten Adresse, der Pension High Life im 1. Wiener Gemeindebezirk, mit dem Ziel „unbekannt“ ab.[126]

Über dieses letzte Jahr in Wien schreibt Klara Mautner nur ein einziges Mal. Der Artikel zeigt jedoch deutlich, wie schrecklich sie als Jüdin den Nationalsozialismus erlebte. [127]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

3.7. Im Exil

Klara Mautner und ihr Mann Jakob wandern über Italien aus, wo sie in Triest ein Schiff besteigen, das sie nach England bringt.[128] In Großbritannien finden sie Exil. Sie erleben „eisige Bombennächte in den Gängen der Untergrundbahn“[129], werden von einer schottischen Familie in ihr Haus aufgenommen „bis wir uns von unserer Betäubung erholt hatten“[130] und wohnen schließlich in Nottingham, wo Klara, die 1939 sechzig Jahre alt ist, in einer Spitzenfabrik zu arbeiten beginnt. Sie schreibt über diese Zeit später mehrere Artikel.

Sie berichtet 1947, noch aus dem Exil, über die Eigenheiten der Briten und die Besonderheiten des englischen Lebens[131], beschreibt das Leben in Nottingham, die Frauen in ihrer Fabrik und deren Wünsche und Sorgen.[132] Auch über ihren ersten Tag als Ausfertigerin in der Spitzenfabrik verfasst sie einen Artikel.[133]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Die Arbeit in der Kleiderfabrik muß für die über Sechzigjährige äußerst anstrengend gewesen sein. Trotzdem berichtet sie später mit großer Dankbarkeit von den Besitzern der Fabrik, die sich auch privat um die Mannheims kümmerten.[134]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgen zwei Passagen aus dem Artikel, die ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Trotzdem, Klara Mautner und ihr Mann können sich in England nicht einleben. Mrs. Teuchberg, eine andere österreichische Exilantin, die auch heute noch, 81-jährig, in Nottingham lebt[135], erinnert sich vage an die Mannheims:

„Wissen Sie…die Mannheims waren für mich damals alte Leute…deshalb hatte ich auch keinen Kontakt. Sie hatten altersmäßig anderen Umgang. An ihn kann ich mich noch mehr erinnern, vom Sehen. Die Mannheims waren die ersten, die zurückgingen, nach dem Krieg. Sie sind 1949 nach Wien zurück. Wissen Sie, er hatte in Wien als Arzt einen Pensionsanspruch und sie haben hier ja auch nichts verdienen können. … Sie konnten sich nicht eingewöhnen.“[136]

3.8. Rückkehr nach Wien

Klara und Jakob Mannheim kehren am 25. Juli 1949 nach Wien zurück.[137] Es ist eine fremde Stadt, die sie erwartet.[138]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Wo sie während der ersten beiden Jahre wohnten, ist nicht bekannt. Sie dürften aber bei Bekannten oder Verwandten Unterkunft gefunden haben, da Klara Mautner ihre damalige Wohnungslosigkeit in einem Artikel erwähnt.[139]

1951 wird ihnen eine Gemeindewohnung zugewiesen, ein Ereignis, das ihr noch Jahre später in lebhafter Erinnerung ist.[140]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Die Wohnung liegt im 19. Bezirk, auf der Heiligenstädter Straße 163.[141] Sie besteht aus Vorraum, Wohnküche, Zimmer, Badezimmer und Toilette.[142]

Klara Mautner schreibt in den nächsten Jahren immer wieder Artikel über den Gemeindebau, kleine Geschichten über den Alltag und das Zusammenleben der Bewohner.[143]

1953 fahren die Mannheims noch ein letztes Mal in ihr geliebtes Italien auf Urlaub. Sie besuchen den Ort, in dem sie lange Zeit lebten und Venedig, das sie beide bewundern.[144]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Auch nach dem Krieg schreibt Klara Mautner mit Vorliebe über ihre Urlaubsreisen, die sie und ihren Mann jedoch jetzt vor allem in die verschiedenen Teile Österreichs führen. So erfährt man einiges über ihre „Sommerfrischen“ in der Steiermark und über das Leben und den Alltag der dortigen Bevölkerung.[145] Auch über einen Urlaub in Kärnten berichtet sie.[146]

Einmal verfaßt sie einen Artikel über die „Neuen Alten“[147], die länger jung und agil bleiben als ihre Vorfahren und bekommt prompt einen Leserbrief von Otto König, selbst Journalist und Kulturkritiker der „Arbeiter-Zeitung“.[148] Sie beantwortet den Brief[149], in dem Otto König sie offensichtlich auf einen Grammatikfehler hinwies, und rechtfertigt ihren, vom Briefeschreiber kritisierten, Artikel. Sie schreibt, daß das Altern natürlich vom Temperament abhänge und daß für sie selbst „Lainz“, das Altersheim der Stadt Wien, eine schreckliche Vorstellung sei.[150]

Noch ein zweites Mal verfaßt sie einen, diesmal wütenden Artikel über das Alter, beziehungsweise über die Art, in der alte Leute behandelt werden.[151]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgen zwei Passagen aus dem Artikel, die ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Das Jahr 1955 bringt für Klara Mautner ein freudiges Ereignis. Ihr Bruder Leo kommt aus Kolumbien zu Besuch.[152]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Auszug aus dem Artikel, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Nur mehr wenige Jahre bleiben Klara und ihrem Mann Jakob. Schließlich, im Juli 1959, werden sie pflegebedürftig. Sie übersiedeln – in das Altersheim der Stadt Wien in Lainz.[153] Klara Mautner verstirbt schon wenige Monate später, am 22. Oktober 1959 um 17:30.[154] Sie wird im Grab ihrer Eltern am Wiener Zentralfriedhof beigesetzt.[155]

Bis kurz vor ihrem Tod schreibt Klara Mautner für die „Arbeiter-Zeitung“. Ihr letzter Artikel, „Lose Erinnerungen aus der guten alten Zeit“, erscheint am 24. September 1959, also knapp ein Monat vor ihrem Tod.

Die „Arbeiter-Zeitung“ würdigt ihr Leben und ihre Arbeit mit folgendem kurzen Nachruf:[156]

(Anmerkung 23. 12. 2012: In meiner Diplomarbeit folgt ein Abdruck des Nachrufes auf Klara Mautner, den ich hier im Internet aus Gründen des Copyrights nicht anführe.)

Jakob Mannheim überlebt den Tod seiner Frau nur um wenige Wochen, er stirbt am 7. Jänner 1960.[157] Auch er wird in das Grab von Jakob und Antonie Mautner – seinem Wunsch entsprechen kremiert[158] – beigesetzt.[159]

Das Grab weist keine Gedenktafel für Klara und Jakob Mannheim auf. Klaras Bruder Leo, wahrscheinlich der einzige Überlebende aus dem nahen Familienkreis, lebt zum Zeitpunkt des Todes seiner Schwester schon seit rund zwanzig Jahren in Cali/Kolumbien bei seinem Sohn Karl und dessen Familie.[160] Er erfährt vom Tod Klaras erst viele Monate später, als er, im Verlauf der Verlassenschaftsabhandlung, ausgeforscht wird.[161] Leo Mautner erbt, da Jakob Mannheim seiner Frau schon kurze Zeit später nachverstirbt, das gesamte, gleichwohl bescheidene Vermögen seiner Schwester, rund 22.600 Schilling.[162]

Das Vermögen Jakob Mannheims, etwas 23.000 Schilling[163] fällt, da auch keine Seitenverwandten mehr leben[164], an den Staat[165]


[1] Telephonat mit Frau Weiss, IKG, vom 15.2.1991

[2] Edb.

[3] Heimatrolle Wien, Blatt Jakob Mautner. MA-61-StbE. (künftig: Heimatrolle)

[4] Ebd.

[5] Allgemeiner Wohnungsanzeiger der Residenzstadt Wien für das Jahr 1871. (Künftig: Allgemeiner Wohnungsanzeiger)

[6] Heimatrolle, Blatt Jakob Mautner

[7] Ebd.

[8] Allgemeiner Wohnungsanzeiger für das Jahr 1876.

[9] Heimatrolle, Blatt Jakob Mautner

[10] Gespräch mit Oberamtsrat Huemer, MA-61-StbE, vom 10.4.1991

[11] Allgemeiner Wohnungsanzeiger für das Jahr 1877

[12] Heimatrolle. Blatt Jakob Mautner

[13] Telephonat mit Frau Weiss, IKG, vom 15. Februar 1991

[14] Siehe Gstrein, Heinz: Jüdisches Wien. Wien, München 1984, S.36f

[15] Siehe Gstrein, Jüdisches Wien, S.16ff

[16] 1875 lebten nur rund 6.000 Juden in Wien, 1880 waren es schon über 70.000. Gstrein, Jüdisches Wien, S.36

[17] Ebd.

[18] Allgemeiner Wohnungsanzeiger für die Jahre 1878-1884

[19] Siehe Gstrein, Jüdisches Wien, S.38f

[20] Mautner, Klara: Lieber, alter Praterstern. In: „AZ“, 29.9.1954, S.11

[21] Mautner, Klara: Als die Semmel noch zwei Kreuzer kostete. In: „AZ“, 26.8.1951, S.4

[22] Ebd.

[23] Mautner, Klara: Alltag von ehedem. In: „AZ“, 5.3.1950, S.5

[24] Ebd.

[25] Mautner, Klara: Der Traum vom Pferd. In „AZ“, 15.5.1955, S.13

[26] Siehe Mautner, Klara: Lose Erinnerungen aus der guten alten Zeit. In: „AZ“, 24. 9. 1959, S.7

[27] Siehe Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (Hg.): Statistischer Bericht über das Conservatorium für Musik und darstellende Kunst. Wien, für die Jahre 1893-1900.

[28] Heimatrolle, Blatt Jakob Mautner. Die Heimatrolle gibt Klara Mautners Beruf als Klavierlehrerin an. Es ist aus den Unterlagen jedoch nicht ersichtlich, wann diese Eintragung vorgenommen wurde. Der genaue Zeitraum, in dem sie als Klavierlehrerin arbeitete, kann deshalb nicht bestimmt werden.

[29] Allgemeiner Wohnungsanzeiger für das Jahr 1900.

[30] Heimatrolle Blatt Jakob Mautner

[31] Allgemeiner Wohnungsanzeiger für die Jahre 1886-1888

[32] Mautner, Jakob, Kohn, S.: biblische Geschichte und Religionslehre für die israelitische Jugend an Volks-, Bürger-, Volks- und Bürgerschulen. Diese Bücher erschienen in verschiedenen Verlagen in vielfachen Auflagen. Die ÖNB hat zum Beispiel Ausgaben von 1896 (4. Auflage der Volksschulbücher) bis 1928 (16. Auflage der Volksschulbücher), jedoch nicht den ganzen Bestand.

[33] Die Identität Jakob Mautners mit dem Verfasser der Bücher konnte durch die Hinterlassenschaftsakte Jakob Mautner, 12., 13. Blatt, verifiziert werden.

[34] Die Wohnungsverhältnisse in Wien wurden, nicht zuletzt durch den Bevölkerungszuwachs, immer unzulänglicher. Die Zahl der Juden in Wien nahm in diesen Jahren weiter zu, wenn sie sich auch prozentuell verringerte. 1890 wohnten 118.500 Juden in Wien, im Jahr 1900 waren es 147.000. Ein großer Teil von ihnen siedelte sich wahrscheinlich in der Leopoldstadt an. Siehe Tietze, Die Juden Wiens, S.231

[35] Allgemeiner Wohnungsanzeiger für die Jahre 1888-1894.

[36] Heimatrolle, Blatt Jakob Mautner. Jakob Mautner wird zwar zum Direktor ernannt, sein erster Posten als Direktor einer Schule wird ihm jedoch erst fünf Jahre später zugewiesen.

[37] Allgemeiner Wohnungsanzeiger für das Jahr 1895

[38] Ebd., für das Jahr 1896

[39] Allgemeiner Wohnungsanzeiger für die Jahre 1900-1904

[40] Mautner, Klara: Jungmädchenzeit von ehedem. In: „AZ“, 15. 11. 1950, S.4

[41] Siehe Mautner, Klara: Die Schnurrbartbinde und der Familienfrack. In: „AZ“, 8.5.1951, S.5

[42] Mautner, Klara: Urlaubsrummel. In: „AZ“, 15.6.1952, S.9

[43] Siehe Mautner, Klara: Lose Erinnerungen aus der guten alten Zeit. In “AZ”, 24.9.1959, S. 7

[44] Allgemeiner Wohnungsanzeiger für die Jahre 1900-1905

[45] Allgemeiner Wohnungsanzeiger für die Jahre 1905-1917

[46] Ebd., für die Jahre 1905-1907

[47] Heimatrolle, Blatt Jakob Mautner

[48] Allgemeiner Wohnungsanzeiger für das Jahr 1907

[49] Heimatrolle, Blatt Jakob Mautner

[50] Mautner, Klara: „Das Zwiebelmuster. In: „AZ“, 25.12.1955, S.12

[51] Die Ehe der Mannheims bleibt kinderlos. Heimatrolle, Blatt Jakob Mautner

[52] Siehe Mautner, Klara:  Triester Erinnerungen. 7.11.1953, S.5 und: Weihnachten in der Fremde. 23.12.1951, S.10. Beide in „AZ“.

[53] Mautner, Klara: Meine Freunde an der Adria. In: „AZ“, 25.2.1917, S.2

[54] Klaras ehelicher Name Mannheim wird in dieser Arbeit nur im Zusammenhang mit ihrem Mann verwendet. Klara Mannheim hat ihr Leben lang unter ihrem Mädchen Namen geschrieben, deshalb wird in der vorliegenden Arbeit auch nach ihrer Hochzeit der Name Mautner angeführt.

[55] Siehe Mautner, Klara: Meine Freunde an der Adria. 25.2.1917, S.2ff oder: Der alte Piero. 31.3.1918, S.8f. Beide In: „AZ“

[56] Die Buchbeschreibung ist, nach dem heutigen Stand der Forschung, ihr erster Artikel. Es ist jedoch durchaus möglich, daß sie auch schon vor diesem Zeitpunkt in anderen Publikationen, die in der vorliegenden Arbeit nicht berücksichtigt werden konnten, Artikel veröffentlichte.

[57] Siehe Mautner, Klara: ohne Titel. In: „Neue Freie Presse“, 21.2.1909, S.36f

[58] Siehe Mautner, Klara: Der Seidenfauteuil. In: „AZ“, 6.1.1917, S.6f

[59] Mautner, Klara: Im Kinder-Seehospiz. In: „AZ“, 25.12.1917, S.12

[60] Mautner, Klara: Der letzte Friedenstag. In: „AZ“, 26.6.1951, S.5

[61] Ebd.

[62] Allgemeiner Wohnungsanzeiger für die Jahre 1914-1921/22 und Wiener Adreßbuch. (Adolf) Lehmann’s Wohnungsanzeiger in Wien für die Jahre 1923-1931 (künftig: Lehmann’s)

[63] Siehe Mautner, Klara: Kriegsweihnachten. In: „AZ“, 22.12.1933, S.6

[64] Mautner Klara: Drei Osterreisen. In „AZ“, 8.4.1917, S.10

[65] Totenschauprotokoll 1915 für Wien. MA-8-StLA. (künftig: Totenschauprotokoll)

[66] Allgemeiner Wohnungsanzeiger für die Jahre 1907-1915

[67] Telephonat mit Frau Weiss, IKG, vom 15.2.1991

[68] Allgemeiner Wohnungsanzeiger für die Jahre 1915-1920

[69] Siehe Mautner, Klara: Drei Osterreisen. In: „AZ“, 8.4.1917, S.10

[70] Siehe Mautner, Klara: Sonntag in der Kohlenstadt. 26.1.1917, S.5f und: Polnischer Alltag. 20.11.1916, S.3. Beide In: „AZ“.

[71] Mautner, Klara: Die „erfahrene Klavierpädagogin“. In: „AZ“, 27.10.1916, S.5

[72] Siehe Mautner, Klara: Kriegserinnerungen einer Zuschauerin. In: „AZ“, 29.7.1928, S.9

[73] Siehe Mautner, Klara: Drei Osterreisen. In: „AZ“, 8.4.1917, S.10

[74] Siehe Mautner, Klara: Triester Erinnerungen. In: „AZ“, 7.11.1953, S.5

[75] Allgemeiner Wohnungsanzeiger für das Jahr 1918

[76] Totenschauprotokoll 1920

[77] Hinterlassenschaftsakte Jakob Mautner, Testament

[78] Telephonat mit Frau Weiss, IKG, vom 15.2.1991

[79] Hinterlassenschaftsakte Jakob Mautner. Testament

[80] Ebd.

[81] Ebd.

[82] Ebd.

[83] Ebd.

[84] Hinterlassenschaftsakte Jakob Mautner, Testament.

[85] Ebd., Testament

[86] Ebd., 19./20. Blatt

[87] Der Allgemeine Wohnungsanzeiger verzeichnet die Familie Blumenreich 1920 das letzte Mal. Zum Zeitpunkt des Todes Jakob Mautners lebt die Familie jedoch schon in Berlin, wie aus der Todfallsaufnahme Jakob Mautners vom 1. September 1920, Hinterlassenschaftsakte Jakob Mautner, ersichtlich ist. Die Familie ist also wahrscheinlich zu Beginn des Jahres 1920 nach Berlin umgezogen.

[88] Allgemeiner Wohnungsanzeiger für die Jahre 1921/22, Lehmann’s für die Jahre 1923-1942 und Adreßbuch von Wien, früher Lehmann für die Jahre 1948-1960 (künftig: Adreßbuch von Wien).

[89] Hinterlassenschaftsakte Jakob Mautner, 11.-14. Blatt

[90] Ebd., 13. Blatt

[91] Mautner, Klara (Hg.): Märchen von Fjord und Fjell. (Norwegen). Wien 1922

[92] Siehe dazu Mautner, Klara: Meine Freunde an der Adria. 25.2.1917, S.2ff oder: Der alte Piero. 31.3.1918, S.8f, Beide In: „AZ“

[93] Siehe z.B. Mautner, Klara: Lissabon, Stadt der Überraschungen. In: „AZ“, 15.2.1952, S.5

[94] Siehe dazu Mautner, Klara: Salvador, das Land der Vulkane. In: „AZ“, 13.5.1951, s.9

[95] Siehe Mautner, Klara: Lissabon, Stadt der Überraschungen. In: „AZ“, 15.2.1951, S.5

[96] Siehe z.B. Mautner, Klara: Markttag in Krakau. In: „AZ“, 10.6.1917, s.8f

[97] Antragstelle Auswanderamt, Paßantrag Jakob Mannheims vom 15.7.1926, ÖStA/AdR/BKA-I

[98] Siehe Mautner, Klara: Fahrt nach Granada. In: „AZ“, 16.1.1927

[99] Siehe Mautner, Klara: Kleinstädte in Kastilien. In: „AZ“, 15.11.1930, S.15

[100] Mautner, Klara: Weihnachtsreisen. In: „AZ“, 25.12.1918, S.9

[101] Mautner, Klara: Gewittertag in Toledo. In: „AZ“, 20.8.1930, S.5

[102] Siehe Personenmappe Klara Mautner des Tagblattarchivs, zusammengestellt von Eckhart Früh. (künftig: Personenmappe Tagblattarchiv).

[103] Siehe Paupié, Kurt: Handbuch der österreichischen Pressegeschichte 1848-1959. Band I: Wien. Wien, Stuttgart 1960, S.182f

[104] Siehe Personenmappe Tagblattarchiv

[105] Brief Klara Mautners an Dr. Otto König vom 19.2.1930, Handschriftensammlung der ÖNB/Aktenzeichen 1029-23-2. (künftig: ÖNB/1029-23). Der Brief darf nicht zitiert werden, da die Schutzfrist noch nicht abgelaufen ist.

[106] Ebd.

[107] Das Datum des ersten Vortrages ist nicht bekannt.

[108] Siehe Mautner, Klara: Kriegsweihnachten. In: „AZ“, 22.12.1933, s.6

[109] Siehe z.B. Göhring, Walter, Hasenmayer, Herbert: Zeitgeschichte. 2., verbesserte Auflage, Wien 1979, S.74ff

[110] Siehe Gstrein, Jüdisches Wien, S.51

[111] Siehe Personenmappe Tagblattarchiv

[112] Siehe Paupié, Handbuch, S.144f

[113] Siehe Personenmappe Tagblattarchiv

[114] Stuhlpfarrer, Karl: Judenfeindschaft und Judenverfolgung in Österreich seit dem Ersten Weltkrieg. In: Drabek, Anna et al.: Das österreichische Judentum. Voraussetzungen und Geschichte. 3., aktualisierte Auflage, Wien, München 1988, s.160f

[115] Siehe Stuhlpfarrer, Judenfeindschaft, S.164ff

[116] Ebd., S.163f

[117] Akt Jakob Mannheim vom 27. April 1938, Vermögensverkehrsstelle des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit. ÖStA/AdR/BKA-I

[118] Ebd.

[119] Ebd.

[120] Telephonat mit Frau Weiss, IKG, vom 15.2.1991

[121] Siehe Stuhlpfarrer, Judenfeindschaft, s.167

[122] Telephonat mit Frau Weiss, IKG vom 15.2.1991

[123] Lehmann’s für die Jahre 1939 und 1940 und Hinterlassenschaftsakte Klara Mannheim/Bezirksgericht Döbling: Geschäftszahl 3A 603/59, 35. Seite. Bezirksgericht Döbling. (künftig: Hinterlassenschaftsakte Klara Mannheim)

[124] Nach dem Krieg kehrte keiner aus der Familie Leo Mautners nach Österreich zurück, die Nachkommen dürften auch heute noch in Kolumbien leben. Telephonat mit Frau Weiss, IKG, vom 15.2.1991

[125] Alter Meldebestand Jakob Mannheim für Wien, MA-8-StLA. (künftig: alter Meldebestand Jakob Mannheim)

[126] Ebd.

[127] Mautner, Klara: Die Helfer. in: „AZ“, 7.10.1951, S.10

[128] Siehe Mautner, Klara: Triester Erinnerungen. In: „AZ“, 7.11.1953, s.5

[129] Mautner, Klara: Undank. In: „AZ“, 4.1.1952, S.4

[130] Mautner, Klara: Die Helfer. In: „AZ“, 7.10.1951, S.10

[131] Siehe Mautner, Klara: Alltag in einer englischen Industriestadt. In: „AZ“, 6.9.1947, S.2

[132] Siehe Mautner, Klara: In einer englischen Spitzenfabrik.. In: „AZ“, 4.12.1947, S.2

[133] Mautner, Klara: In einer englischen Kleiderfabrik. In: „AZ“, 9.11.1950, S.5

[134] Mautner, Klara: Die Helfer. In: „AZ“, 7.10.1951, S.10

[135] Telephonat mit Mr. Peter Burrows, W.Sussex, England vom 5.8.1991. er stellte Nachforschungen in England an und konnte die Zeitzeugin lokalisieren.

[136] Telephonat mit Mrs. Mathilda Teuchberg, Nottingham, England, vom 12.8.1991

[137] Telephonat mit Frau Weiss, IKG, vom 15.2.1991

[138] Mautner, Klara: Undank. In: „AZ“, 4.1.1952

[139] Siehe Mautner, Klara: Mein Gönner. In: „AZ“, 25.12.1953, S.13

[140] Mautner, Klara: Nußdorfer Frühlingstage. In: „AZ“, 12.5.1954, S.5

[141] Adreßbuch von Wien, für das Jahr 1951

[142] Hinterlassenschaftsakte Jakob Mannheim/Bezirksgericht Döbling: Geschäftszahl 3A 39/60, 40. Seite. Bezirksgericht Döbling. (künftig: Hinterlassenschaftsakte Jakob Mannheim)

[143] Siehe Mautner, Klara: Im Gemeindehaus. 16.12.1951, S.9, Einkaufsprobleme. 19.1.21952, S.5 oder Der Frühling naht mit Brausen. 21.3.1953, S.5. Alle In: „AZ“.

[144] Mautner, Klara: Wiedersehen mit Venedig. In: „AZ“, 4.6.1953, s.5

[145] Siehe Mautner, Klara: Die erste und die letzte Ohrfeige. 18.9.1955, S.12 und Kleiner Spaziergang in die Landwirtschaft. 6.11.1955, S.13. Beide In: „AZ“.

[146] Siehe Mautner, Klara: Kleines Kärntner Bilderbuch. In: „AZ“, 5.8.1953, S.5

[147] Siehe Mautner, Klara: Die neuen Alten. In: „AZ, 1.3.1953, S.9

[148] Siehe Pelinka, Peter, Scheuch, Manfred: 100 Jahre AZ. Wien, Zürich 1989, S.135

[149] Brief Klara Mautners an Dr. Otto König vom 5.3.1953, ÖNB/1029-23-1. Der Brief darf nicht zitiert werden, da die Schutzfrist noch nicht abgelaufen ist. es kann jedoch jederzeit in den Brief Einsicht genommen werden.

[150] Der handgeschriebene Brief beweist außerdem, daß Klara Mautner ihren Vornamen „Klara“ – und nicht „Clara“ – schrieb. In den offiziellen Dokumenten scheinen beide Schreibweisen auf. Weitere Unterschriftsproben Klara Mautner finden sich in der Hinterlassenschaftsakte Jakob Mautners. Der Brief zeigt außerdem, daß Klara Mautner auch noch zu Beginn der fünfziger Jahre Kurrent schrieb.

[151] Mautner, Klara: Alterszeichen. In: „AZ“, 17.6.1954, S.8

[152] Mautner, Klara: Besuch aus weiter Ferne. In: „AZ“, 24.10.1956, S.5

[153] Hinterlassenschaftsakte Klara Mannheim, Todfallsaufnahme

[154] Ebd.

[155] Kartei der Verwaltung der mosaischen Abteilung des Wiener Zentralfriedhofes. (künftig: Friedhofsverwaltung)

[156] Nachruf auf Klara Mautner in der „AZ“ vom 24.10.1959, s.4. Ich danke Dr. Evelyne Polt-Heinzl für diesen Hinweis. Telephonat vom 17.2.1991

[157] Hinterlassenschaftsakte Jakob Mannheim, Todfallsaufnahme

[158] Ebd., Kundmachung der letzten Willenserklärung

[159] Friedhofsverwaltung

[160] Hinterlassenschaftsakte Klara Mannheim, Seite 35f.

[161] Ebd.

[162] Hinterlassenschaftsakte Jakob Mannheim, 81. Seite

[163] Ebd., 74. Seite

[164] Hinterlassenschaftsakte Jakob Mannheim, Todfallsaufnahme

[165] Ebd., 59. Seite